Schläfst du noch oder shoppst du schon?

Gestern habe ich mich an den großen Limango Lagerverkauf in der Münchner Tonhalle herangetraut.

Vorhin um 9.00 Uhr öffneten Sie die Tore zum 2. Öffnungstag und ich möchte Euch meinen Erfahrungsbericht vom gestrigen Tag nicht vorenthalten.

Der Lagerverkauf beginnt um 9.00 Uhr, Eintritt muss keiner gezahlt werden.

Eigentlich wollte ich, wohl vorbereitet mit extra Tasche, bereits um 8.45 Uhr am Eingang stehen und als einer der ersten Mamis die Halle betreten. Wie es meistens so ist, kommt erstens alles Anders und zweitens als man denkt.

Kindergartenkind Abliefern und in letzter Sekunde eine volle Windel wechseln ließ mich den Aufbruch nach München auf 9.00 Uhr verzögern. Berufs- und Pendlerverkehr bremsten mich zusätzlich aus. Um 9.50 Uhr hatte ich das Kultfabrikgelände erreicht und schon kam mir der erste Schwall Ehemänner in Ihren Familienkutschen entgegen. Da der Parkplatz zu dieser Zeit schon hoffnungslos überfüllt war, hatten die meisten ihre Frauen nur abgesetzt um ihr Glück auf der Straße zu suchen. Andere warteten mit Warnblinklicht und den Tränen nahe auf eine spontan frei werdende Parkmöglichkeit. Sinnlos. Der Rest parkte sein Auto schon in beachtlicher Entfernung oder kam schlauerweise mit den Öffentlichen und lief nun mit Kind im Buggy oder an der Hand in einem Affenzahn an mir vorbei. Die wildesten Überholmanöver über Bürgersteige und private Parkplätze ließen bereits außerhalb des Lagerverkaufs ein riesiges Durcheinander erahnen.

Durchhaltevermögen war gefragt. So hatte auch ich endlich einen Parkplatz gefunden. Setzte mir mein kleines Äffchen in meinen #Kokadi Flip auf den Rücken und reihte mich in die Schlange Mamis vor der Tonhalle ein.

Mir fielen viele BabyBjörn‘s und Maduca’s, einige Mamis samt Kinderwagen, auf aber auch ein paar schön gebundene Wickelkreuz und Kängurutragen.

Um 11.00 Uhr hatte ich es endlich hineingeschafft und hätte bei dem Anblick der sich mir bot am liebsten auf dem Absatz wieder kehrt gemacht.

In der Tonhalle sah es aus, als wäre der dritte Weltkrieg ausgebrochen und ein jeder müsse sich zur Selbstversorgung mit Schuhen, Dirndl und unnützem Zeug eindecken.

Ich kam mir ein wenig wie ein Aasfresser vor, der sich gerade noch über die Reste hermachen konnte, nachdem die Outlet-Pro’s bereits ihre palettengroß gefüllten Kartons in der Ecke der Halle einer anderen Mami zur Hortung übergeben hatten um weiter nach DEM Schnäppchen zu suchen. Solche Zustände kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen und das auch eher aus Amerika.

Mit fixem Budget wusste ich genau wonach ich suchen wollte und ging ich mit meinem Äffchen im Beutel die Gänge in Ruhe auf und ab. Zwischenzeitlich wurde die Trage mal vor die Brust oder auf den Rücken geschnallt, ein bisschen unbemerkt in der Trage gestillt und ständig gekuschelt.

Die Tonhalle war randvoll mit Kinderschuhen, Damenschuhen, Kinderkleidung, Damenkleidung, Dekoration und Haushaltswaren.

Summa Summarum gab es mehr Mädchen und Damensachen und leider waren Babygrößen und schöne Bubenteile begrenzt.

Es war ein unheimlicher Vorteil ohne Kinderwagen in die Halle gekommen zu sein, da der Platz zwischen den Gängen natürlich knapp kalkuliert war – vor allem aber wäre die Reizüberflutung fürs Kind im Kinderwagen viel zu hoch gewesen und hätte zu einem quengelnden Kind geführt.

Nach einer Stunde war ich mit meiner Ausbeute zufrieden und reihte mich in eine der beiden Kassenschlangen ein, die sich nun schon bis zum anderen Ende der Halle erstreckte.

Die anderen Eltern, mit denen ich mein Schicksal  in der Schlange teilte, konnten sich kaum einkriegen dass mein Jüngster tatsächlich ohne zu Jammern den gesamten Einkauf lachend, glucksend, spielend, schlafend oder stillend in der Tragehilfe verbrachte.

Ich hatte die Hände die gesamte Zeit für zum Shoppen frei und wusste dass mein Kind immer sicher und geborgen war.

Um 13.00 Uhr war ich endlich mit Bezahlen dran und konnte mich über meine Schnäppchen freuen.

5 Paar Markenschuhe, ein Badeanzug und 2 Shirts für meine Kids für 91,00 € können sich wirklich sehen lassen.

 

FAZIT und TIPPS:

  • Mach Dir einen genauen Plan was du kaufen und setze Dir ein Budgetlimit
  • Sei am besten direkt zu Hallenöffnung und Verkaufsstart vor Ort
  • Packe genug Bargeld ein da EC-Karten nicht angenommen werden
  • Nimm nur das nötigste mit in die Halle wie Geldbeutel und Trage/Einkaufstaschen
  • Toilettengänge, Hunger und Durst solltest Du vor dem Kaufmarathon erledigen
  • In Begleitung kommen, auch wenn diese sich nur zu Beginn in die Kassenschlange für Dich reiht.
  • Wenn möglich ohne Kind kommen. Falls doch ist das Tuch oder die Tragehilfe dem Buggy vorzuziehen
  • Unbedingt aufs eigene Auto verzichten und sich für die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Taxi entscheiden

 

NEUGIERIG geworden?

Na dann packt die Geldbörse und die Einkaufstasche ein, ab in in die SBahn und fahrt zur Tonhalle.

Gestern um 12.00 war die ganze Geschichte schon viel leerer und sicherlich findet sich das ein oder andere günstige Weihnachtsgeschenk!

 

VIEL SPAß beim Shoppen!

Sandy von Trageliebe

 

 

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